h+h 2026 Trends: Farben, Garne & Muster, meine wichtigsten Erkenntnisse aus Köln
✨Kurzfazit: Auf der h+h 2026 in Köln dominierten kräftige Farben, spannende Effektgarne (Glitzer, Pailletten, Perlen) und Muster, die auch Einsteiger:innen schnell zu sichtbaren Ergebnissen bringen, alles ist dabei von Fair Isle bis Lochmuster.
Einleitung: Warum sich ein Rückblick auf die h+h 2026 lohnt
Die h+h cologne ist für mich jedes Jahr ein echtes Trend-Barometer: Welche Farben kommen? Welche Garne fühlen sich „neu“ an? Und welche Silhouetten und Muster werden wir in den nächsten Monaten überall sehen?
In diesem Artikel teile ich meine wichtigsten Beobachtungen von der h+h 2026 in Köln mit konkreten Ideen, was das für Strickprojekte, Designs und die eigene Garnwahl bedeutet.
Mein Eindruck vor Ort
- Größe & Stimmung: Über 300 Aussteller auf zwei Ebenen. Die Stände sind enger zusammengerückt, was den Füßen natürlich sehr gut bekommt. Die Halle und der Auftritt der h+h wurde optisch modernisiert und auf eine lebendige Community ausgelegt. Kleine Wohlfühlecken zum Innehalten und lauschen der vielen spannenden Fachvorträge eingerichtet. Für mich insgesamt eine gelungene, positive und konzentrierte Atmosphäre zum Arbeiten und Inspirieren lassen.
- Branche: In der Nähbranche gibt es wohl insgesamt einen leichten Rückgang. Im Handarbeitsbereich waren die Impulse und Produktideen aber sehr präsent.
Trend 1: Kräftige Farben, trotz „Cloud“ als Trendfarbe
Auch wenn „Cloud“ (ein klares Weiß) als Trendfarbe im Raum stand, war mein Eindruck eindeutig: Bunt schlägt Neutral.

Was ich besonders häufig gesehen habe
- Kräftige Töne wie Rot, Blau, Pink und Grün
- Gleichzeitig: Pastellfarben als sanfter Gegenpol

Was du daraus mitnehmen kannst
- Für neue Strickstücke lohnt sich eine klare Farbentscheidung: entweder mutig und kontrastreich oder bewusst soft und pastellig.
- Wenn du Farbunsicherheit kennst: Starte mit einem starken Akzent (z.B. Bündchen, Streifen, ein kleines Colorwork-Element).
Trend 2: Kleine Tücher & Schals bleiben ein Dauerbrenner
Kleine Tücher und Schals waren weiterhin stark vertreten.

Meine Einschätzung
Das macht total Sinn: Diese Projekte sind
- schnell fertig,
- gut als Geschenk,
- ideal für neue Garne (Effektgarne, Beilaufgarne) und
- perfekt, um Techniken wie Lochmuster oder zweifarbige Muster auszuprobieren.
Trend 3: Jacken-Silhouetten, entweder kurz oder sehr lang
Bei Oberbekleidung habe ich zwei Extreme gesehen:
- kurze Jacken
- oder sehr lange Jacken/Mäntel

Design-Idee
Gerade für Strickdesigns ist das spannend, weil sich die Proportionen stark verändern: Kürzer wirkt sportlicher und alltagstauglich, lang wirkt edel und „Statement“.
Trend 4: Garne mit Wow-Effekt, Flausch, federleicht & Glitzerdetails
Bei den Garnen fand ich die Bandbreite besonders inspirierend:
- Flausch/Fell (kuschelig, voluminös)
- federleichte Bändchen-Garne
- Beilaufgarne
- und deutlich sichtbar wieder da: Glitzer, Pailletten, Perlen

Mein persönliches Highlight
Ich habe ein wirklich tolles Garn entdeckt, das ganz wunderbar ist, und ich sehe enormes Potenzial für kleine Accessoires (Tücher, Schals) und Akzentdetails.
Trend 5: Ärmel länger, Oberteile eher bis maximal Hüfthöhe
Bei Shirts fiel mir auf:
- längerer Arm
- Gesamtlänge häufig maximal hüfthoch

Was das für Strickstücke bedeutet
Wenn du deine Schnitte/Anleitungen anpassen willst, lohnt sich der Blick auf
- Ärmelproportionen (nicht zu kurz!) (Lies mal hier für mehr Infos zu den Ärmellängen bei RVO Shirts!)
- und eine bewusst gewählte Länge, die gut zu hoch geschnittenen Hosen/Röcken passt.
Trend 6: Muster-Mix, Fair Isle, Lochmuster, Zopf & „Flausch in glatt/kraus rechts“
Bei den Mustern war viel Vielfalt da, aber einige klare Schwerpunkte:
- buntes Fair Isle / Colorwork
- Lochmuster
- Zopfmuster (auch für Pullover)
- und als Kontrast: Flauschgarne schlicht in glatt oder kraus rechts, oft kombiniert mit Rippen für Bündchen

Meine Erkenntnis
Viele Looks leben nicht von Komplexität, sondern von Material + klarer Struktur:
- Effektgarn + schlichtes Muster
- oder ruhiges Garn + Musterfläche (Loch/Colorwork)
Fazit: Das nehme ich aus Köln mit
Die h+h 2026 in Köln war für mich eine Mischung aus „mutig“ und „tragbar“:
- mutig bei Farbe und Effektgarn,
- tragbar bei Formen und Musterlogik.
Wenn ich diese Trends in ein Motto packen müsste, wäre es:
„Weniger kompliziert, aber mit mehr Wirkung.“
Bist du gespannt, was ich mit diesen Erkenntnissen umsetze. Dann schau schon mal auf die kostenfreie Anleitung „Mini-Schal Sora“.



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