Warum ich manchmal einfach alleine stricken muss und was das über mich verrät und was Stricken und Human Design gemeinsam hat
Es gibt Momente, in denen ich meine Stricknadeln nehme, mich in meine Lieblingsecke setze und einfach abtauche. Keine Nachrichten, kein Instagram, kein Podcast. Nur ich, meine Wolle und das gleichmäßige Klicken der Nadeln.
Und lange war mir das ein bisschen unangenehm. Verstehst du, was ich meine? Genau dann kommt jemand und sieht nicht, dass du dich gerade erst hingesetzt hast.
Schließlich bin ich jemand, der eine Community aufbaut. Der Menschen zusammenbringen möchte. Der den Masche für Masche Club mit Leben füllen will. Darf ich da so untätig sein? Was das mit Stricken und Human Design zu tun hat, ich erzähle es dir.
Die Antwort, die ich inzwischen gelernt habe: Ja. Nicht nur darf ich, ich brauche ihn. Und es braucht mir nicht unangenehm oder peinlich sein, wenn ich stricke und andere geschäftig sind.
Die Energie, die mich antreibt und die mich auch erschöpft
Als Manifestierende Generatorin stecke ich voller Energie. Ich kann vieles gleichzeitig, springe von Idee zu Idee, brenne für meine Projekte. Das Stricken, die Kurse, der Club, all das entsteht aus einem echten inneren Feuer, mit dem klaren Bauchgefühl… Yeeessss…
Aber genau diese Energie braucht Stille, um sich neu aufzuladen.
Ich habe den Kanal des Geistesblitzes in meinem Chart, das bedeutet, dass meine besten Ideen nicht in Brainstorming-Sessions entstehen. Sie kommen in ruhigen Momenten. Beim Stricken eines schlichten Rippenmusters. Beim ersten Kaffee am Morgen. Beim Spaziergang ohne Ziel.
Der Rückzug ist also kein Rückschritt. Er ist meine Quelle.
Warum meine Ideen oft aus dem Nichts kommen
Kennst du das Gefühl, wenn eine Idee plötzlich einfach da ist? Als hätte sie immer auf dich gewartet?
Bei mir passiert das regelmäßig, und ich habe aufgehört, es als Zufall abzutun. Ich habe den Kanal der Bewusstheit (61-24), der genau das beschreibt: ein tiefes inneres Wissen, das sich nicht erzwingen lässt. Es braucht Raum. Stille. Vertrauen.
Stricken ist für mich genau dieser Raum.
Wenn meine Hände beschäftigt sind, wird mein Kopf frei. Und aus diesem freien Kopf heraus entstehen die Dinge, die wirklich zu mir passen, Kursinhalte, Community-Ideen, neue Techniken, die ich erforschen will.
Das Paradox des einflussreichen Einsiedlers
Ich bin jemand, der gleichzeitig Tiefe und Verbindung braucht. Allein sein und Gemeinschaft, beides ist real, beides ist mir wichtig.
Mein Profil trägt sogar diesen scheinbaren Widerspruch im Namen: der einflussreiche Einsiedler. Ich brauche Rückzugszeit, um dann mit voller Kraft und Authentizität für andere da sein zu können. Und mein Einfluss entfaltet sich fast immer über Menschen, die ich wirklich kenne, über echte Verbindungen, nicht über Reichweite um der Reichweite willen.
Der Masche für Masche Club ist kein Zufall. Er ist Ausdruck genau dieser Energie: ein Ort für echte Verbindung unter Menschen, die das Stricken wirklich lieben. Meiner Community, die mich zum Teil schon über Jahre begleitet.
Was das alles mit dir zu tun hat
Vielleicht kennst du dieses Gefühl auch, dass du manchmal einfach nur stricken willst. Ohne Erklärung, ohne Rechtfertigung.
Und vielleicht ist das kein Rückzug aus dem Leben. Vielleicht ist es genau das, was dich wieder ins Leben bringt.
Für mich ist Stricken Meditation, Ideenraum und Selbstgespräch in einem. Es ist der Ort, an dem ich wieder zu mir finde, bevor ich wieder für andere da sein kann.
P.S. Falls du neugierig geworden bist: Was ich hier beschreibe, hat einen Namen. Es heißt Human Design, ein System zur Selbsterkenntnis, das mir in den letzten Wochen viele „Aha-Momente“ geschenkt hat. Wenn du magst, erzähle ich in einem nächsten Post mehr davon und wie du dein eigenes Chart lesen kannst.



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